Bestandsaufnahme nach der Restaurierung

GIEKEWER MARGARETA VON BUXTEHUDE

von FRlTZ-ECKARD SCHLEIF, ARCHITEKT

Der Ewer MARGARETA VON BUXTEHUDE wurde von mir im Dezember 2000 inspiziert und aufgemessen. Das Schiff steht ca. 1, 10 m hoch aufgepallt am Hafen von Buxtehude.

Boden

Schiffsboden
Schiffsboden

Der Schiffsboden besteht aus 10 cm starken und bis zu 68 cm breiten Hölzern. Im Originalzustand erhalten sind noch 3 hölzerne Bodenlager (Spant 11, 12 + 32); alle anderen sind ersetzt worden. Im Rahmen der Unterfütterung mit Stahlblech wurden 7 neue Bodenwrangen sowie etliche T-Profile und Stege eingebaut.

In der Ansicht von unten (Blatt 2) werden die Plattenabmessungen und Bolzenreihen im vorderen Bereich dargestellt. Im hinteren Bereich ist das wegen der zahlreichen Schichten von Farbanstrichen nicht möglich.

Schiffsboden
Schiffsboden

Deck

Mastkoker
Mastkoker

Stahldeck, Schanz und Schandeckel sind im Originalzustand erhalten. Kajüte, Groß- und Kistluk wurden z. T. neu aufgebaut (geschweißt). Neu ist eine Verlängerung der Kajüte nach achtern um ca. 60 cm. Die Großluke befindet sich in ihren Original-Abmessungen (Kummings). Mastkoker und Schwertaufhängungen wurden jeweils an ihren ursprünglichen Positionen wieder montiert. Auch der Klüverkoker ist neu. Im Originalzustand befinden sich Teile der Kajüte, das Logis, große Teile der Püttings, der Schotwagen, schwere Decksklampen, leichtere Klampen auf dem Schandeck, Teile der Ruderaufhängung. Neu nach dem Original-Vorbild sind die Lukendeckel, außerdem Schwerter und Schwertklampen, Ruder und Pinne (Heimholz), z. T. die Ruderaufhängung sowie sämtliche Schiebeluken.

Achterkajüte
Achterkajüte

Bordwand

Bordwand innen
Bordwand innen
Bordwand innen
Bordwand innen

Die Bordwand aus genietetem Stahl ist vollständig erhalten bis auf den ehemaligen Einstieg an der Backbordseite achtem ( 1,07 x 0,60 m / Vorlieger für den Fährbetrieb zur Elbinsel Lühesand) sowie einen Einschnitt der Schanz vom auf der Steuerbordseite ( Auflage des Laufstegs).


Farbgebung

Bordwand aussen
Bordwand aussen
Luke und Schandeck
Luke und Schandeck

Als der Ewer noch in Fahrt war, wurde er regelmäßig in den überkommenen Farben gestrichen: Rumpf schwarz, Schanz außen weiß. Bei der Restaurierung Anfang der 90-er Jahre erhielt die Schanz innen nach Befund einen grünen Anstrich.

Guderhandviertel, im Dezember 2000