Buxtehude will’s wissen

Großes Interesse an beiden Tagen

Um es gleich vorweg zu nehmen, “Buxtehude will’s wissen” war aus Sicht des Fördervereins eine großartige Veranstaltung. Das Interesse an der “Margareta” und der Arbeit des Fördervereins übertraf die Erwartungen bei weitem.

Ewald Martens
Ewald Martens über die Geschichte der “Margareta”

Schon über eine Stunde vor der ersten Veranstaltung waren die ersten Interessierten vor Ort. Entsprechend gut besucht war der Vortrag von Ewald Martens.

Ewald Martens über die Geschichte der “Margareta”

Ewald erzählte aus der Geschichte der Ewer, die bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurden, die baulichen Besonderheiten dieses Schiffstyps und deren spätere Spezialisierung je nach Aufgabe, sei es Fisch-Ewer, Vieh-Ewer oder – wie die “Margareta” – Fracht-Ewer.

Es folgte eine Reise durch die Vergangenheit der “Margareta”. Vom Baubeginn 1897, der Kollission mit einem englischen Dampfschiff gleich im ersten Jahr, über die Motorisierung 1926 bis hin zu mehreren Besitzwechseln und schließlich der Zeit als Fähranleger vor Lühesand.

Besucher der Veranstaltung
Großes Interesse bei beiden Vorträgen

Auch über die letzte Boomzeit der Ewer in den späten 1950er Jahren wusste Ewald zu berichten.

Die Ewer brachten Mais aus Hamburg zu den Buxtehuder Mühlen, der dann gemahlen auf Küstenmotorschiffen zur Tuborg-Brauerei nach Dänemark verschifft wurde.

Als 1962 Teile der Befestigungsmauer am Eingang des Fleths wegsackte, endete diese Zeit.
Schließlich wurde noch die Rückkehr der “Margareta” nach Buxtehude und ihre Restaurierung geschildert.

Klaus Dickehut über die Arbeit des Fördervereins

Nach einer kurzen Pause folgte ein Vortrag von Klaus Dickehut, dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins. Auch dieser Vortrag war wieder sehr gut besucht.

Einleitend hat Klaus der zweiten Zuhörergruppe noch einmal Geschichte und Besonderheiten der Ewer erläutert.

Klaus Dickehut
Klaus Dickehut über die Arbeit des Fördervereins

Schwerpunkt dieses Vortrages war hingegen die Rolle des Fördervereins in Bezug auf die “Margareta”.

Nach einer Beschreibung des Zustandes des Schiffes bei Übernahme durch den Förderverein folgte ein Einblick in die notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung der Substanz, der Stand der Reparaturen zum gegenwärtigen Zeitpunkt und ein Ausblick auf geplante Tätigkeiten – mit notwendigen Einschränkungen im Hinblick auf machbares, sinnvolles und finanzierbares. Die nächste Maßnahme, ein Gräting-Fußboden in der großen Ladeluke, spannte den Bogen  zur zukünftigen öffentlichen Nutzung der “Margareta”. Schließlich wurden noch geplante Veranstaltungen in diesem Jahr angekündigt.

Auch die weiteren Tätigkeitsfelder des Fördervereins wurden vorgestellt.

In Sachen Natur- und Gewässerschutz zum Beispiel der Erhalt des ursprünglichen Charakters der Este, im Bereich Buxtehuder Hafen eine Wiederbelebung des Fleths durch Befahrbarkeit für kleine Boote. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal das Alter und die Bedeutung des Buxtehuder Fleths hervorgehoben.

Nach dem Vortrag bestand noch die Möglichkeit das Schiff zu besichtigen und sich Details erklären zu lassen, was noch bis nach 21:00 Uhr wahrgenommen wurde.

Schiffsbesichtigung bis in den späten Abend
Schiffsbesichtigung bis in den späten Abend

 

Open-Ship am zweiten Tag

Der nächste Morgen begann so sonnig, wie der Vorabend endete. Ab 11:00 Uhr war erneut Gelegenheit die “Margareta” zu besichtigen.

Wieder war es erfreulich zu sehen, wie groß einerseits das Interesse der Buxtehuder an “ihrem” Schiff ist, andererseits aber auch,  daß sich viele Touristen für diese maritime Sehenswürdigkeit interessieren.

Insgesamt waren an den zwei Tagen weit über 100 Besucher an Bord, die Spendenkasse war gut gefüllt und auch einige Mitgliedsanträge wurden mitgenommen, dafür vielen Dank!

Herzlichen Dank auch an das Stadtmarketing Buxtehude für die Organisation dieser großartigen Veranstaltung.

Buxtehude will’s wissen